Daten:

Baujahr:

1828


Bauart:
Galerieholländer

Standort:
Kirchwerder

Strasse:
Kirchwerder Mühlendamm 75a

PLZ / Ort:
21037 Hamburg

Landkreis:
Bergedorf Vier- u. Marschlande

Bundesland:
Hamburg

Kontakt:
Axel Strunge
040/720 89 50

eMail:
strunge(at)bergedorf.de

URL:
www.riepenburger-muehle.com

Riepenburger Mühle *BOREAS*

Die heutige Mühle wurde 1828 als Galerie-Holländerwindmühle errichtet. Bis 1863 war die Riepenburger Mühle eine Zwangsmühle. Die Bewohner von Bergedorf, Geesthacht und den Vierlanden waren verpflichtet ihr Korn entweder auf der Riepenburger Mühle oder der Kornwassermühle in Bergedorf mahlen zu lassen. Bei ihrem Bau wurde die Riepenburger Mühle mit 4 Mahlgängen ausgestattet - drei Mahlgänge und ein Graupengang. Den Graupengang ersetzte man 1867 durch einen "Franzosen". Ursprünglich hatte die Mühle einen Steert. 1871 erfolgte der Austausch gegen eine Windrose. Im Jahre 1880 kaufte H.A. Busch - ein Einheimischer - die Riepenburger Mühle von der Stadt Hamburg. Er verbesserte und modernisierte den Betrieb und führte neue Geschäftszweige, wie z.B. einen Futterhandel ein. 1888 erweiterte Busch den Betrieb durch den Anbau einer Dampfmühle. Sie blieb bis 1919 in Betrieb, ihr Schornstein wurde jedoch erst in den 30er Jahren entfernt. Um 1900 wurden zwei motorbetriebene Schrotgänge eingebaut. 1953 erfolgte die Umstellung aller Maschinen auf elektrischen Einzelantrieb. 1963 wurde eine Hammerschlagmühle eingebaut, sie ist heute noch funktionstüchtig. 1970 baute man eine vollautomatische Getreideannahmestation, sie wurde jedoch 1996 entfernt. Bis 1990 war die Mühle in Betrieb - zuletzt nur noch zur Futtermittelherstellung. Dann setzte sich der letzte Müller, Karl-Heinz Busch - Urenkel des Käufers H.A. Busch von 1880, zur Ruhe. Die Riepenburger Mühle steht seit 1939 unter Denkmalschutz, sie ist eine der wenigen Mühlen in Hamburg, deren Windmahlgang noch funktionstüchtig ist. Für ihren Erhalt setzt sich seit März 1999 der Verein "Riepenburger Mühle e.V." ein. Im Oktober 2001 kauft der Verein " Riepenburger Mühle e.V." die Mühle , Anbauten und ca. 5.500 m² Land. 2002 beginnt der Verein mit den umfangreichsten Restaurierungsmaßnahmen seit dem Bau der Mühle. 2003 wurde eine neue Galerie in Eiche errichtet. 2006 sind die wichtigsten Maßnahmen abgeschlossen, die Kappe wurde erneuert und ein Windmahlgang eingebaut. Im Frühjahr 2007 wurden die alten Stahlruten mit neuen Klappen, Hecken und Windbrettern versehen und montiert, damit ist die Mühle wieder windgängig. Seitdem restauriert der Verein alte Müllereimaschinen, die in der Mühle wieder zum Einsatz kommen.