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Johannes Weinig neuer DGM-Präsident

Petershagen/Frille (cme). Professor Dr. Ing. Johannes Weinig ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM). Der Hochschullehrer aus Minden folgt in dem Amt auf Erhard Jahn, der nach langer Amtszeit nicht wieder kandidierte und dem für sein engagiertes und unermüdliches Engagement für den Erhalt historischer Mühlen sehr herzlich gedankt wurde.
Vizepräsidenten sind künftig Gundolf Scheweling (Marienhafe), Carsten Schmidt (Jesteburg), Bettina Böhme (Waldheim) und Reinhold Pillich (Wegberg). Drei Beisitzer und die Delegierten aus den Landes- und Regionalverbänden unterstützen neben Beauftragten die ehrenamtliche Arbeit der DGM. Mehr dazu

Öffentliche Hand gibt Geld für Alte Mühle

Eschborn (cme).  Noch ist es verwaist: das denkmalgeschützte Fachwerkensemble. Doch dies soll sich ändern. Die Alte Mühle am Westerbach soll zum Ausflugsziel werden. Doch zuvor haben Bauleute hier das Sagen.

Das denkmalgeschützte Torhaus und die Scheune werden saniert und durch Neubauten ergänzt. Zusätzliche Räume für Vereine und private Feiern sollen entstehen. Auf 6,1 Millionen Euro beziffern sich die Kosten. Neben der die Stadt engagiert sich jetzt auch der Main-Taunus-Kreis dafür.

Rückblende: Für 1,4 Millionen Euro hatte die Stadt Eschborn die Alte Mühle im Jahr 2007 gekauft. Seither steht das ältestes Gebäude der Stadt - urkundlich 1409 erstmalig erwähnt - leer und verfällt so langsam.

Geplant ist jetzt, dass die Alte Mühle ein überregionales Ausflugsziel und eine interkommunale Begegnungsstätte werden. Die denkmalgeschützten Gebäudeteile und der Innenhof der Alten Mühle sollen künftig gastronomisch genutzt werden. Anfang 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen, 2024 sollen diese beendet sein.

Foto: Archiv

 

 

Hochwasser: Millionenschaden an Birgel-Mühle

Eifel (cme). Gleich von zwei Seiten wurde im Juli 2021 die historische Mühle in Birgel in der Eifel von der Hochwasserkatastrophe getroffen. Das Ausmaß der Zerstörung auf wird auf 2 bis 3 Millionen Euro geschätzt. Müller Erwin Spohr will jetzt für sein Lebenswerk kämpfen.

Der Mühlenbach, ein Abzweig der Kyll, mit dem normalerweise die Mühle aus dem 13. Jahrhundert angetrieben wird, fließt wieder als sei nichts gewesen. Als der der kleine, ruhige Bach im Sommer anschwoll und in das historische Gebäude hineinfloss, richtete er aber große Zerstörungen an. In der Getreidemühle, die zu großen Teilen aus Holz besteht, stand das Wasser 1,20 Meter hoch.

Müller Spohr hätte nicht gedacht, dass das Herzstück seiner insgesamt 14 Gebäude so schwer vom Hochwasser getroffen werden könnte. Am Abend hatten er, seine Familie und das Personal noch versucht, die Mühle zu schützen. Doch später standen die Fluten fast bis zur Decke. Doch der Müller aus Leidenschaft samt seiner Familie will die Ärmel hochkrempeln und die Schäden beheben. Glück zu!

Spendenkonto

Empfänger: Erwin von der Mühle
IBAN: DE82 3007 0024 0302 1367 00
Deutsche Bank
Stichwort: Hochwasser

Foto: Archiv

Neue Ruten für die Windmühle in Halchter

Wolfenbüttel (cme). Große Freude bei den Mühlenenthusiasten in Halchter. Die niederländischen Mühlenbauer haben Anfang Dezember 2021 das neue Flügelkreuz montiert. Die Ruten aus Holz waren verschlissen und so wurde entschieden, die Bruststücke zu sanieren und neue, stählerne Ruten anzubringen.

„Heckscheite“ und „Saumlatten“ bleiben allerdings aus Lärchenholz. Mit diesem Kompromiss brachte man die Interessen von Denkmalpflege und Förderkreis zur Erhaltung der Windmühle am Bungenstedter Turm unter einen Hut. Das Antlitz der Mühle bleibt bestehen und zugleich sollen die stählernen Ruten ungefähr vier Mal so lang halten wie hölzerne Flügel.

Foto: Archiv

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