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DGM fordert Interessenausgleich und Bestandsschutz für Mühlen

Foto: DGM-Archiv

 

Minden-Lübbecke (cme). „Das europäische Kulturgut Wassermühle braucht einen Bestandsschutz.“ Dies forderte heute (11. Mai) die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e.V. (DGM). Denn die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der Erhalt von Wassermühlen als technische Denkmale stehen im Konflikt. Ebenso bedroht ist die kleine Wasserkraft durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Einspeisevergütung soll entfallen. Die ist aber eine wichtige Finanzquelle für denkmalgeschützte Wassermühlen. | Mehr

 

 

 

Öffentliche Hand gibt Geld für Alte Mühle

Eschborn (cme).  Noch ist es verwaist: das denkmalgeschützte Fachwerkensemble. Doch dies soll sich ändern. Die Alte Mühle am Westerbach soll zum Ausflugsziel werden. Doch zuvor haben Bauleute hier das Sagen.

Das denkmalgeschützte Torhaus und die Scheune werden saniert und durch Neubauten ergänzt. Zusätzliche Räume für Vereine und private Feiern sollen entstehen. Auf 6,1 Millionen Euro beziffern sich die Kosten. Neben der die Stadt engagiert sich jetzt auch der Main-Taunus-Kreis dafür.

Rückblende: Für 1,4 Millionen Euro hatte die Stadt Eschborn die Alte Mühle im Jahr 2007 gekauft. Seither steht das ältestes Gebäude der Stadt - urkundlich 1409 erstmalig erwähnt - leer und verfällt so langsam.

Geplant ist jetzt, dass die Alte Mühle ein überregionales Ausflugsziel und eine interkommunale Begegnungsstätte werden. Die denkmalgeschützten Gebäudeteile und der Innenhof der Alten Mühle sollen künftig gastronomisch genutzt werden. Anfang 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen, 2024 sollen diese beendet sein.

Foto: Archiv

 

 

Nordseeinsel-Mühle bekommt Flügel

Föhr (cme). Einem historischen Wahrzeichen auf der Insel Föhr werden wieder Flügel „verliehen“. Der Holländer in Wrixum soll vier neue Ruten bekommen. Seit dem Winter 2016/17 sah die flügellose Mühle wie ein gerupftes Huhn aus, denn die Flügel mussten aus Sicherheitsgründen abgenommen werden. Doch jetzt liegen die vier Schwestern, die sich greifen, aber nie bekommen, bereits parat. Zuvor soll noch etwas am Dach gewerkelt werden. Eigentümer der Mühle ist übrigens seit 2016 die Gemeinde. Ein eigens gegründeter Mühlenverein, engagiert sich, um das marode Bauwerk zu retten und zählt bereits fast 400 Mitglieder. 

Erbaut wurde die Mühle im Jahr 1851 erbaute und nach einem Brand noch 1950 wieder aufgebaut. Bis 1960 herrschte noch Betrieb, zuletzt mit Motorkraft. Später lagerten hier verschiedene Waren sowie wurde Bier gezapft.  Die Mühlentechnik ist glücklicherweise weitgehend erhalten geblieben. Finanziell mit mehreren Zehntausend Euro unterstützt wird der Erhalt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Foto: Mühlenverein Wrixum

 

 

Neues Reetdach für Wahrzeichen

Schwerin (cme). Die Erdholländer-Windmühle von Dorf Mecklenburg – gelegen zwischen der Landeshauptstadt Schwerin und der Hansestadt Wismar in Mecklenburg-Vorpommern – hat eine neue Haut komplett aus Reet bekommen.

Auf dem Gerüst balancierten wochenlang Dachdecker, die das neue Naturmaterial gekonnt packten, es befestigten, zu recht stutzten und dann immer wieder klopften bis alles perfekt anlag. Vor allem an der Mühlenhaube eine knifflige Angelegenheit. Aber die frische Außenhaut des Wahrzeichens soll wieder viele Jahrzehnte dicht halten und Stürmen trotzen. Zu Ostern öffneten sich die Türen zum Hotel & Restaurant Mecklenburger Mühle – das Mitglied im Mühlenverein MV ist - wieder.

Foto: C. Meyer


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