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Auswahl: R - U |
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Radschauer |
Überdachter Anbau für das Wasserrad. |
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Radstuhl |
Hölzerner Bock, auf dem das Wasserrad gelagert ist. |
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Radwelle |
Bei Wassermühlen die große Antriebswelle, auf das sich das Wasserrad befindet. Ursprünglich in Holz, später in Metall. |
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Rbthl |
Reichsbanktaler, nach 1813 von Dänemark eingeführte "Reform"- Währung von geringerem Wert als der "Courant- Thaler". |
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Regulator |
Nimmt dem Müller die umdrehungsabhängige Verstellung des Abstandes von Läufer und Bodenstein ab (Fliehkraftgewichte). |
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| Reibe | Kollergang mit konischem Läufer zum Zerkleinern von Textilfasern oder Öl-Pressgut | ||||||
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Reinigung |
Sammelbegriff für eine Vielzahl von Maschinen, die zur Reinigung des Brotgetreides dienen. |
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| Rellgang | Einrichtung zum Entpelzen (Rellen) von Dinkel im Unterschied zum Mahlgang mit grösserem Abstand zwischen den Steinen | ||||||
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Rheinischer Stein (auch "Rhienscher") |
Aus einem Stück gefertigter Basalt- Mahlstein. Herkunft: Die Eifel und Andernach am Rhein. Für Back- und Futterschrot. |
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| Ritzel | Kleines metallenes Zahnrad | ||||||
| Röndle | Siehe Rellgang | ||||||
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Roßmühle (auch Göpel) |
Ein mit Pferden betriebenes Mühlenwerk. |
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Rthl Courant |
Abk. für Reichsthaler, das seit 1788 in Schleswig - Holstein gebräuchliche Zahlungsmittel im Barverkehr. Courant (von lat. Currere = umlaufen) 1 Thaler = 3 Mark a. 16 Schillinge. |
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| Rückschlächtig | Radtyp, bei dem das Wasser auf die Rückseite des Rades geleitet wird; das Rad dreht sich gegen die Fliessrichtung des Wassers | ||||||
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Rute |
Ein Flügelkreuz besteht aus zwei Ruten, der Feldrute und der Hausrute. Früher gelegentlich aus einem Stück hergestellt, später im allgemeinen dreigeteilt in Bruststück und zwei Spitzen. |
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Rutenwelle |
Siehe Mühlenwelle. |
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Rüttelschuh |
Hin- und her gehende Rutsche, die das Getreide vom Trichter zu den Mühlsteinen befördert. Das dadurch entstehende Geräusch erzeugt das "Klappern der Mühle" |
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Sägegatter |
Maschine zum Aufsägen von Baumstämmen. A) Horizontalgatter mit einem waagerechten Blatt. Auch mit Windmühlen anzutreiben. B) Vollgatter mit verstellbaren senkrechten Blättern. Nur maschinell zu betreiben. |
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Sackaufzug |
Mit Wind oder Transmission angetriebener Kettenaufzug zum hochziehen von Sackgut in Mühlen oder Speichern. |
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Sackklopf- Maschine |
Durch ein rotierendes Schlägerwerk, werden gebrauchte Säcke von Staub und anderen Rückständen gereinigt. |
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Sandsieb |
Ist ein Sieb mit Ca. 2-3mm Durchmesser, über das Sieb läuft vor der Reinigungsanlage das Getreide rüber, der eventuell vorhandene Sand und Staub fällt durchs Sieb und wird abgesackt. |
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Sandstein |
An vielen Stellen Mitteleuropas wurde Sandstein zu Mühlstein verarbeitet. Durch ihren Abrieb nur zur Futterschroterei geeignet. |
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Sauggasmotor |
Von den Müllern vielerorts wegen seiner schwierigen Handhabung auch als "Saugasmotor" beschimpft. Konkurrenzlos billige Antriebskraft für Mühlen. Preis 1902: 2/3 Pf. Pro PS. Funktion: Im Gaserzeuger (Generator) brennt ein Kohlefeuer. Ein Gemisch von Luft und Wasserdampf, durch die glühende Kohlensäule hindurchgesaugt, wandelt sich unter Zersetzung des Wasserdampfes in Verbindung mit dem Kohlenstoff des Brennmaterials in ein brennbares Gas. Die Saugwirkung muß beim noch Kalten Motor durch Ankurbeln erzeugt werden - eine schweißtreibende Angelegenheit, die den schlechten Ruf der Motoren begründete. |
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Saugschlauch- Filter |
Siehe Filterschrank. |
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| Schaufelkammern | die Schaufeln bei ober- und rückenschlächtigen Rädern sitzen zwischen dem Wangen der Felgen und bilden Kammern, die sich mit Wasser füllen | ||||||
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Schälmaschine |
Dient zum Abschälen der Holzfaser des Brotgetreides. |
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| Schiffmühle | Schwimmende, am Ufer vertäute Mühle auf Flössen, vom Altertum bis ins 18. Jahrhundert gebräuchlich | ||||||
| Schlegel | Überträgt rüttelnde Bewegung vom Mühlstein auf dem Rüttelschuh | ||||||
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Schoren |
Verbindungsbalken von den aus der Kappe herausragenden Spreetbalken zum unteren Ende des Steertes. |
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| Schusskännel | Steil abfallendes Schlussstück des Gerinnes | ||||||
| Schütttrichter | Hölzernes Gefäss zur Aufnahme des zu mahlenden Korns | ||||||
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Sichten |
Das Trennen verschiedenartiger Teile des Mahlgutes voneinander, etwa Kleie von Mehl und Grieß oder Mehl von Dunst. Die verschiedenen Teile zeigen entweder eine unterschiedliche Größe oder eine unterschiedliche Dichte. |
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Sichter |
Die Sichtmaschinen haben die Aufgabe, das von den Mahlsteinen oder den Walzen zerkleinerte Getreide nach Größe und Feinheit zu sortieren und zu sichten. Als feinstes Produkt entsteht dabei der Dunst und das Mehl, das sofort abgezogen werden muß. Die gröberen Teile z.B. grober und feiner Grieß, Schrot und Kleie werden anschließend nochmals vermahlen und wieder gesichtet usw. Es gibt verschiedene Sichtertypen, wie z.B. Plansichter, Wurfsichter Zentrifugalsichter, Sechskantsichter, Bürstensichter, Rundsichter, Beutelkasten. Entwicklungsdaten: 1276 erste Sichtung mit Wollbeuteln 1502 erste mechanische Beutelkiste 1785 Erfindung des Sechskantsichter 1850 Erfindung des Zentrifugalsichter 1888 Erfindung des freischwingenden Plansichter. |
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Ca. 1900 aufkommen des Wurfsichter |
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Spanndienste |
Pflicht der Mühlengäste zu Zeiten des Mühlenzwanges, Materialfuhren (Steine, Wellen) zu leisten. |
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| Speicher | Tragende Verbindungen zwischen Radnabe und Felgenkranz in Form von Brettern, Bohlen, Latten, Balken oder Eisenprofilen | ||||||
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Spitzgang |
Diente zum Abschälen der Holzfaser und des ölhaltigen Keimes vom Brotgetreide; Vorläufer der Schälmaschine. |
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Spreetbalken |
Übernehmen die vom Steert ausgehende Kraft über die Schoren zum Drehen der Kappe. |
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Staubmühle (auch Windfege) |
Einfache handbetriebene Getreidereinigung. |
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| Strauberrad | Unterschlächtiger Radtyp mit radial abstehenden Brettschaufeln | ||||||
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Steert |
Von der Rückseite der Mühlenkappe zur Galerie oder bis zum Erdboden reichendes System von Balken. Der eigentliche Steert wird mit den Schoren an den Spreetbalken befestigt. Dient zum Drehen der Kappe in den Wind. |
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| Steinauge | Runde Öffnung im Läufer, durch die das Mahlgut zwischen die Steine rieselt | ||||||
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Steingang |
Allgemeiner Begriff für Mahlwerkzeuge mit Steinen in der Getreidemüllerei. Unterschieden wird nach Mahlgang, Schrotgang und Graupengang. |
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Steinkran |
Galgenartige Vorrichtung aus Holz, mit der der Läuferstein vom Gang abgehoben werden Kann (z.B. zum Schärfen). |
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Steinbicke |
Ein flach zulaufender, scharfer handgeschmiedeter Hammer zum Einschlagen der Furchen und der Sprengschärfe auf den Mahlsteinen. |
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Steinsieb |
Ist ein Sieb dessen Siebstärke ungefähr 0,8-1,2cm beträgt. Das Getreide fällt durch das Sieb und die größeren Steine bleiben liegen. |
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Stirnrad |
Großes Getrieberad mit Kämmen an der Stirnseite, Verteiler für die verschiedenen Kraftabnahmen. Æ =2,5-3,5 Meter. |
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| Stockmühle | Kleine Mühle mit waagrechtem Wasserrad | ||||||
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Stockrad |
Aus zwei Scheiben bestehendes Getrieberad passend zum Stirnrad. Hier heißen die Kämme "Stöcke" Æ =0,9-1,1 Meter. |
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Tischausleser |
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Transmission |
Eine lange Welle die einen Zentralen in den Umdrehungen gleichmäßigen Antrieb hat. Von der Welle aus können nun mittels Riemenscheiben die auf die Welle geschraubt werden über Treibriemen andere Maschinen angetrieben werden. |
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Transport- Schnecke |
Ist eine konische (Archimedische) Schnecke mit der Getreide, Mehle, Schrote oder aber auch Wasser in allen Lagen über längere Strecken transportiert werden können. |
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Trichter |
Auf dem Mahlgang / Schrotgang befindliche Einfüllvorrichtung, die als Auffangbehälter für eine bestimmte Menge Getreide dient. |
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Trieur |
Rundkornausleser, trennt die runden Unkrautsamen von den länglichen Getreidekörnern, 1844 in Frankreich erfunden. |
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| Turbine | Die kleinen waagerechten Wasserräder der Stockmühlen standen Pate bei der Entwicklung von Strömungsmaschinen, die im Vergleich zum Wasserrad eine höhere Ausnutzung der Wasserkraft erlauben. Durch die schnell laufende Turbine konnte das kraftschluckende Übersetzungsverhältnis des langsam laufenden Wasserrades zu den Mahlgängen und den anderen Müllereimaschinen reduziert werden. | ||||||
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Unterschlächtig |
Radtyp, bei dem das Wasser unterhalb der Achse durchströmt |
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