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Seht, gerichtet steht die Mühle,
Wie sie stolz vom Hügel schaut,
Wo die alte einst gestanden,
Ist die neue aufgebaut.
An dem höchsten Balken schwebt
Buntgeschmückt der grüne Kranz
Und des Dorfes flinke Jugend
Lud der Müller ein zum Tanz.
Mit Trompeten um die Wette
Tönt die helle Klarinette
Und die Tuba brummt dazu.
Welch
ein Jauchzen, welch ein Klingen,
Freude strahlt aus jedem Blick,
Möcht` der Jugend Lust bedeuten,
Mühle, deiner Zukunft Glück!-
Lächelnd schaut der brave Müller
In die buntverflocht`nen Reih`n,
Nach der Arbeit, nach den Sorgen
Mag das Herze sich erfreun.
Paar um Paar hält sich umfangen,
Mädchen mit erglühten Wangen
Ruhen in des Burschen Arm.
Und
die bunten Bänder flattern
Frohbewegter hoch im Kranz,
Lauter tönt die Klarinette,
Schneller drehet sich der Tanz.
Und der Wind ruft durch die Balken
Hoffnungsvolle Melodein:
Klingt es nicht wie Räderrasseln
Ahnungsfreudig schon darein?-
Rauschen kommt die Nacht gezogen,
Und von Gottes Himmelbogen
Grüßend strahlt ein goldner Stern.
Traute
Bergmüller
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