Ein zeitgemäßes Gedicht aus dem Jahre 1912  


Was alles wir freudig gewähren
den Kunden in Stadt und Land,
die uns mit Bestellungen beehren,
das geben wir hierdurch bekannt:

Wir rechnen die billigsten Preise,
die uns die Kundschaft diktiert,
von Mahllohn und Kosten der Reise
wird nie was bei uns kalkuliert.

Wir zahlen den Aufschlag mit Freude
und liefern das Mehl franco Haus.
Wir geben sechs Monate nach heute
noch skonto und Sackgeld heraus.

Wir fahren die Kundschaft spazieren
und holen ihr Holz aus dem Wald,
wir suchen das Herz ihr zu rühren
mit Gaben in jeder Gestalt.

Besonders an Weihnacht zum Feste,
da greifen wir tief in den Sack
und kaufen vom Guten das Beste
und fragen nach jedem Geschmack.

Geburztag und Hochzeit und Taufen
beachten wir, wie sich`s gebührt,
wir sind schon für Kinder in Haufen
als Paten gesetzlich notiert.

Wenn Kunden Getreide uns senden
voll Unkraut, Brand und mit Rost,
wir zahlen sofort die horrenden
geforderten Preise per Post.

Natürlich- die guten situierten
und ersten Geschäfte am Ort,
die nobel sofort regulieren,
das sind uns die liebsten aufs Wort.

Doch notfalls gibt`s Geld mit Vergnügen
auf Güter im dreizehnten Rang,
wir lassen es zinslos dort liegen,
der Himmel allein weiß wie lang.

Wir nehmen die Säcke den Leuten
zu 1,50 retour ohne Groll.
Wir lassen uns herzlich gern häuten
und zeichnen noch

Hochachtungsvoll
Schleuderer & Comp.