Müllerlied

Die Arn ies verbei, jitz giehts los mits Moahln,
ihr Leute, sucht Geld raus; denn jitz hoaast`s bezoahln,
Uemsuste, daß wist err ju, ies bloß der Tod,
Und hat er kea Mehl nich, do hott err kea Brust,
Drim laßt ock geschwinde jitz moahln
Und brummt nicht errscht übersch Bezohln.

Lech hoa meine Mühle gebaut ei a Wind,
Derr Windmüller bien iech, miech kennt jedes Kind,
Die Berga, die Wulka hoa iech merr erkurn,
Durt oba, dort pfefft merr derr Wind üm die Ohrn,
Die Mühle, die pultert und kracht,
Vo früh bis spät nei ei die Nacht.

Lech hoa meine Mühle ans Wasser gebaut,
Durt dräkt sich mei Mühlroad und pultert goar laut,
Und sah iech ao drunda nich viel voa Welt,
iech bleibe durt unda, halt weil merrsch gefällt,
Doas Mühlroad, doas pultert und kracht
Vo früh bis spat nei ei die Nacht.

Wie gutt, daß der Herrgoot ins Müller erschuf,
Die Müllerei ies doch derr schinnste Beruf,
Dann sitt ma een Müller recht eega sich oan,
A ies Abenst immer derr reenlichste Moan,
A hoat stäts a schnieweißes Faal,
A ies aou weiß wie sei Mahl.

Ernst Schenke