Mühlen in Baden-Württemberg

Das im Südwesten gelegene Bundesland ist vor allem bekannt durch seine Wirtschaftskraft und beliebt wegen seiner Ferienzentren, wie Heidelberg, Schwarzwald, Bodensee oder Allgäu.

Der Rhein im Westen, der Neckar im Norden und in der Mitte und die Donau im Süden sind die größten Flüsse, die zusammen mit einer Vielzahl mittlerer und kleinerer Wasserläufe das energetische Rückgrat für den Betrieb unzähliger Wassermühlen bildeten und noch bilden.

Das Höhenrelief des Landes steigt zwar von unter 200 m im Rheintal bis auf 1493 m im Schwarzwald, aber das Fehlen großer zusammenhängender Ebenen verhinderte den Einsatz von Windmühlen in nennenswerter Zahl, so dass die Mühlenlandschaft Baden-Württembergs ausschließlich durch Wassermühlen gekennzeichnet ist.

Während es an den großen Flüssen bereits im 19. Jhdt. industrielle Großmühlen gab, arbeiteten in den ländlichen Regionen zahlreiche Kleinmühlen. Insbesondere in den Mittelgebirgen Schwarzwald, Odenwald, im Schwäbisch-Fränkischen Wald und in Oberschwaben haben sich bis heute Mühlen erhalten, von denen einige noch gewerblich betrieben, andere museal genutzt werden. Die wasserarme Schwäbische Alb verfügt über weniger Mühlen, allerdings findet sich hier mit dem wassergetriebenen Hammerwerk am Blautopf eine der originellsten Anlagen des Landes.

Typisch für den Schwarzwald sind die kleinen Bauernmühlen, die der Eigenversorgung der oft abgeschieden gelegenen Höfe dienten.

Daneben existiert in den Mittelgebirgen eine Fülle von Sägemühlen oder im Schwäbisch-Fränkischen Wald eine Kombination von Mahl- und Sägmühlen. Die vielen Loh-, Öl-, Papier-, Walk- und Stampfmühlen sind heute weitgehend verschwunden, wenngleich in Biberach die letzte Walkmühle Deutschlands heute noch gewerblich arbeitet.

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