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Jürgen Kniesz mit DGM-Preis geehrt

Sächsischer Mühlenverein richtete DGM-Jahrestagung in Chemnitz aus

Chemnitz (cme). Große Ehre für Jürgen Kniesz. Der Mühlenfreund aus Mecklenburg-Vorpommern ist neuer Preisträger des DGM-Preises aus der „Anneliese-Schücking-Stiftung“. Besondere Verdienste erwarb sich der Dipl.-Ingenieur für Wasserwirtschaft, der viele Jahren das Stadtgeschichtliche Museum Waren leitete, mit seinen Forschungen zur Genealogie von Müllerfamilien und zur Geschichte von Mühlenstandorten. „Zahlreiche Publikationen zeugen davon und geben interessante Einblicke“, DGM-Präsident Prof. Dr. Ing. Johannes Weinig. Zugleich würdigte er das unermüdliche Engagement des Preisträgers im Mühlenverein Mecklenburg-Vorpommern.

So habe Jürgen Kniesz sich bereits zu DDR-Zeiten mit den technischen Denkmalen beschäftigt, nach der friedlichen Revolution den Landesverband maßgeblich mitgegründet und stand als Vorsitzender diesem jahrelang vor. Jürgen Kniesz unterstrich in seinen Dankesworten, dass er den Preis stellvertretend für alle bekäme, die ihn bei seinen Forschungen und seinem ehrenamtlichen Engagement in den vergangenen Jahrzehnten begleitet hätten.

Die Preisverleihung* fand anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) vom 9. bis 11. Juni in Chemnitz statt.Gastgeber war der Sächsische Mühlenverein unter Leitung von Bettina Böhme, die „rundherum ein sehr schönes und interessantes Programm vorbereitet hatten“, wie DGM-Präsident Weinig sagte.

Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler: Mühlenkultur in Deutschland erhalten

Als Schirmherr der Jahrestagung grüßte Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler die gut 100 Mühlenfreundinnen- und Mühlenfreunde aus dem gesamten Bundesgebiet. „Mühlen faszinieren mit ihrer ausgeklügelten und gut durchdachten Funktionsweise. Mühlen haben eine wirtschaftliche und historische Bedeutung. Sie sind Symbole des Fortschritts“, sagte der Politiker und bekannte: „Der Reichtum an Mühlen hat Sachsen großgemacht.“ Noch heute gäbe es 20 Handwerksmühlen im Freistaat, die einheimische Rohstoffe verarbeiten. „Deshalb muss es ein gemeinsames Interesse sein, die Mühlenkultur in Deutschland zu erhalten“, unterstrich der Landespolitiker.

Einblick in sächsische Mühlen und den Bergbau im Erzgebirge

Auf dem Programm der Chemnitzer Jahrestagung standen Beratungen des DGM-Vorstandes und die Mitgliederversammlung. Zum Ehrenmitglied im Vorstand wurde Hermann Kruse ernannt (Bericht folgt). Zwei Fachvorträge, u.a. zum Freiberger Bergbau und der Nutzung der Wasserkraft rundeten das Programm ab. Weiterer Höhepunkt waren die Exkursionen, die beispielsweise in die produzierende Rolle Mühle nach Waldkirchen, die Papiermühle Zwönitz der die Ölmühle Pockau führten. „Die Tagung belegte erneut: Die DGM und deren Landesverbände sind Fachleute für erneuerbare Energien. Daher setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass die Nutzung der Wasserkraft im öffentlichen Interesse steht und nicht behindert wird“, so die sächsische Landesvorsitzende Bettina Böhme.

Video

*Bereits bei der Eröffnung des Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag in Büren war Jürgen Kniesz geehrt worden: Video