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Deutscher Mühlentag stellt Kulturgut Mühle in den Mittelpunkt

Zentrale Eröffnung am Pfingstmontag an der Mittel- und Bohrmühle Büren in Nordrhein-Westfalen

Bundesweit 700 Möglichkeiten, um eine historische Mühle und deren Technik einmal hautnah zu erleben

Minden-Lübbecke/Büren (cme). Bundesweit rund 700 historische Mühlen öffnen am Pfingstmontag (29. Mai 2023) ihre Türen, lassen die Flügel oder Wasserräder drehen, bringen Motoren auf Touren, lassen Transmissionen laufen und laden Gäste zu Führungen und kleinen Festen ein. Anlass ist der 30. Deutsche Mühlentag, den die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. und ihre Landes- und Regionalverbände seit 1994 traditionell jeweils am Pfingstmontag ausrichten.

„Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen prägen bis heute unsere Landschaft. Sie zeugen von einer großartigen Technik, die bis heute fasziniert. Vor allem, weil zumeist die Naturkräfte Wind und Wasser die Mühlenflügel und Wasserräder drehen lassen und so Maschinen und Mahlgänge in Betrieb setzen. Wir freuen uns, dass vielerorts am Pfingstmontag zu Mühlenführungen und Festen für Groß und Klein eingeladen wird. So wird Mühleninteressierten ein tieferer Einblick in das Kulturgut Mühle und das alte Müllerhandwerk gewährt“, blickt DGM-Präsident Prof. Dr. Ing. Johannes Weinig voraus.

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung findet in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen, konkret an und um die Mittel- und die Bohrmühle in Büren statt. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Hendrik Wüst bereiten der Heimatverein Büren e.V. als Träger des technischen Denkmals und die Westfälisch-Lippische Mühlenvereinigung dafür ein abwechslungsreiches Programm vor. Mehr Infos unter:  https://heimatverein-bueren.de/deutscher-muehlentag-am-pfingstmontag-2023 | Video von der Eröffnung

„Seien Sie als Besucherin und Besucher in Büren und überall dort, wo Mühlen in Deutschland einladen, herzlich willkommen“, so DGM-Präsident Weinig und ergänzt: „,Wir.Bewegen.Mühlen‘ heißt das Motto unseres Bundesverbandes. Konkret möchten wir historische Mühlen und damit einen Baustein unserer kulturellen Identität schützen und bewahren. Dies bedeutet am Mühlentag insbesondere Technikgeschichte, Geschichten und Zeitgeist an authentischen Orten der Erinnerung lebendig darzustellen. Schauen Sie vorbei, lassen Sie sich überraschen und tauchen Sie in eine faszinierende Welt ein.“

Zugleich würde sich der DGM-Präsident und insbesondere die regionalen und örtlichen Mühlenvereine freuen, wenn sich noch mehr – vor allem auch junge Menschen – für den Erhalt und die Zugänglichkeit historischer Mühlen ehrenamtlich engagieren würden. „Unsere Vereine, die alle unter dem Dach der DGM vereint sind, bieten vielfältige und interessante Möglichkeiten. Diese reichen von handwerklicher Denkmalpflege, über das Erforschen von Geschichte und Geschichten zu Mühlen und Müllern bis zum Erstellen von Filmen, Werbung etc., damit das Kulturgut Mühle für nachfolgende Generationen bewahrt wird.“ 

Die DGM selbst und einige Mühlenvereine haben jüngst zudem das Projekt „Außerschulischer Lernort Mühle“ in Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen gestartet. „Denn im digitalen Zeitalter sollten sich Kinder ebenso mit Grundlagen der Technikgeschichte vertraut machen können“, ist DGM-Präsident Weinig überzeugt.

Hintergrund: Seit 1994 gibt es den Deutschen Mühlentag, der inzwischen sogar beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wort-Bild-Marke eingetragen ist. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Mühlentages wird seither jährlich wechselnd von einem Landes- oder Regionalverband der DGM ausgerichtet. Die Schirmherrschaft übernimmt in der Regel der jeweilige Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin.