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Wegberger Mühlengespräche

Wegberg (rpi/cme). "Mühlengespräche" - unter diesem Titel steht seit dem vergangenen Jahr eine Veranstaltungsreihe in der nordrhein-westfälischen Stadt Wegberg. Der Name kommt nicht von ungefähr: standen doch in dem Ort ehemals mehr als 40 Wassermühlen. "Vor diesem Hintergrund darf Wegberg laut Innenministerium ganz offiziell die Bezeichnung ,Stadt im Tal der Mühlen' führen", so Reinhold Pillich, Vorsitzender des Rheinischen Mühlenverbandes und ergänzt: Bei uns dreht sich (fast) alles um das Thema Mühlen. In der Schrofmühle in Rickelrath, einer voll funktionstüchtigen Öl- und Kornmühle, sei die Geschäftsstelle des Rheinischen Mühlenverbandes untergebracht. "Derzeit erwarten wir voller Spannung die Einweihung des Rheinischen Mühlenarchivs", so der Mühlenfreund. Untergebracht werde das Archiv im umgebauten alten Getreidespeicher der Mühle. Damit die bisher leerstehenden Räumlichkeiten künftig nutzbar seien, habe es eine großzügiger Unterstützung des Landes gegeben.

Die "Mühlengespräche" dienen dem Ziel, so Reinhold Pillich, "bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport, Gelegenheit zu geben, zu aktuellen Themen zu reden und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen". Von Europa-, Bundes- und Landtagsabgeordneten bis hin zu Kommunalpolitikern, Unternehmern und Handwerkern, seien auch einige Landesminister zu Besuch  gewesen. Neben dem NRW-Finanzminister, Dr. Marcus Optendrenk, dem Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales, Karl-Josef Laumann, sei ebenso die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Digitalisierung, Ina Scharrenbach, am 31. Januar 2024 in der Mühlenstadt gewesen.

Frau Scharrenbach referierte über die besondere Bedeutung der zahlreichen Menschen, die sich "ehrenamtlich  und uneigennützig für die Allgemeinheit einsetzen" und erläuterte vor zahlreichen Gästen die Fördermöglichkeiten des Landes, um diese wichtige Aufgabe im Vereins- und Verbandswesen mit öffentlichen Geldern zu unterstützen. Sie hob zudem die gesellschaftspolitische Bedeutung dieser ehrenamtlichen Arbeit für das Gemeinwesen hervor, egal ob im Sport, der Kultur, Denkmalpflege oder zur Erhaltung und Ertüchtigung von alten Mühlenbauwerke! "Wegen des großen Publikumsnachfrage musste die Veranstaltung in ein Eventzelt verlegt werden, was das große Interesse an diesem Format unterstreicht", berichtet Reinhold Pillich erfreut.