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Neubeginn für die Stiftung Niedersächsische Mühlenstraße

Karoxbostel (ph.op). Nach mehreren Jahren der Ruhe ist die Stiftung Niedersächsische Mühlenstraße wieder aktiv. Seit dem 1. November 2025 ist sie offiziell wieder handlungsfähig und hat damit die Grundlage für einen umfassenden Neustart gelegt. Die Wiederbelebung der Stiftung markiert den Beginn einer neuen Phase, in der die Niedersächsische Mühlenstraße als lebendiges kulturhistorisches Netzwerk weiterentwickelt und das einzigartige Mühlenerbe Niedersachsens dauerhaft gesichert werden soll.

Ein zentraler Baustein dieses Neustarts ist die personelle Neuaufstellung der Stiftungsgremien. Neuer Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist Philipp Oppermann (Gifhorn), seine Stellvertreterin Emily Weede (Seevetal). Den Vorsitz des Stiftungsrates hat Andreas Engel (Oldendorf/Luhe) übernommen, Stellvertreter ist Oliver Kliebisch (Bremen). Mit der Bestätigung dieser Besetzung durch die Stiftungsaufsichtsbehörde sind Vorstand und Stiftungsrat wieder vollständig arbeitsfähig.

Entscheidende Sitzung in der Wassermühle Karoxbostel

Ein wichtiger Meilenstein des Neubeginns war die gemeinsame konstituierende Sitzung von Vorstand und Stiftungsrat am 14. Dezember in der Wassermühle Karoxbostel im Landkreis Harburg. In historischer Umgebung wurden dort erste inhaltliche und organisatorische Weichen für die zukünftige Arbeit gestellt. Im Mittelpunkt standen notwendige Satzungsänderungen, die einstimmig beschlossen wurden und nun klare, zeitgemäße Rahmenbedingungen für eine handlungsfähige Stiftung schaffen.

Darüber hinaus bot die Sitzung Raum für einen intensiven Austausch über neue Ideen, strategische Ziele und inhaltliche Schwerpunkte. Die hohe Motivation der Beteiligten machte deutlich, dass die Stiftung ihre Aufgaben künftig wieder aktiv und mit neuer Energie wahrnehmen will. Der Tagungsort erwies sich dabei als bewusst gewähltes Symbol: Die Wassermühle Karoxbostel steht beispielhaft für den verantwortungsvollen Umgang mit historischem Erbe, bei dem Bewahrung und zeitgemäße Nutzung miteinander verbunden werden.

Neues Leitmotiv soll künftige Arbeit prägen

Um die neue Ausrichtung klar zu formulieren, haben Vorstand und Stiftungsrat der Stiftung ein neues Leitmotiv gegeben: „Mühlen sind Kulturgut – lebendig, lehrreich, landschaftsprägend.

Unter diesem Leitmotiv versteht sich die Stiftung als Bewahrerin und zugleich aktive Gestalterin eines besonderen kulturellen Erbes. Mühlen stehen für die enge historische Verbindung von Mensch, Technik und Natur. Sie verkörpern handwerkliches Können, regionale Identität und die jahrhundertealte Nutzung erneuerbarer Energien. Aufgabe der Stiftung ist es, dieses materielle wie immaterielle Erbe zu schützen, weiterzugeben und als lebendige Orte erfahrbar zu machen. Dazu zählen sowohl der Erhalt der Bauwerke und technischen Anlagen als auch die Pflege des Wissens, der Geschichten und Traditionen rund um das Müllerhandwerk.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Belebung traditioneller Mühlen und der Weitergabe des Müllerhandwerks mit seinen vielfältigen Fertigkeiten und seinem Erfahrungswissen. Historische Mühlen sollen dabei nicht zu bloßen touristischen Kulissen werden. Ihr Wert liegt in ihrer Authentizität, ihrer technischen Funktion, ihrer sozialen Bedeutung und ihrer landschaftsprägenden Wirkung. Diese kulturhistorische Bedeutung kann nur durch fachgerechte Erhaltung, funktionale Weiterentwicklung und qualifizierte Vermittlung bewahrt werden.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Niedersächsische Mühlenstraße selbst. Als kulturhistorische Themenroute und Netzwerk bedeutender Mühlenstandorte macht sie die Ziele der Stiftung sichtbar und vor Ort erlebbar. Sie verbindet Mühlen miteinander, stärkt ihre Präsenz in den Regionen und hebt ihren Wert als lebendige Kulturdenkmale und Lernorte hervor. Die Stiftung versteht sich hierbei als Bindeglied zwischen Denkmalpflege, Traditionshandwerk sowie Tourismus.

Mit dem Neustart richtet die Stiftung ihren Blick konsequent auf die kommenden Jahre. Geplant ist unter anderem, die Kommunikation mit Mühlenbetreiberinnen und -betreibern zu intensivieren und die öffentliche Wahrnehmung der Niedersächsischen Mühlenstraße zu stärken. Der neu eingerichtete Newsletter und der seit 2025 bestehende Instagram-Auftritt sind erste Schritte auf diesem Weg.

Internetauftritt soll aufgefrischt werden

Ein weiterer Schwerpunkt ist die geplante Erneuerung des Internetauftritts der Niedersächsischen Mühlenstraße, der technisch veraltet ist. Parallel dazu wird die Stiftung ein Leitbild „Niedersächsische Mühlenstraße 2040“ erarbeiten, das die langfristigen Ziele definiert und als Grundlage für zukünftige Entscheidungen dient. Aufbauend darauf soll ein landesweites Vermittlungs- und Erlebniskonzept entstehen. Ebenso wird ein Newsletter herausgegebenden, den Interessierte kostenlos per e-Mail beziehen können. - siehe Link unten. 

Mittelfristig strebt die Stiftung an, die Niedersächsische Mühlenstraße auch in den südniedersächsischen Landkreisen Göttingen, Goslar und Northeim zu etablieren und damit das gesamte Landesgebiet abzudecken. Mit klarer personeller Struktur, einem präzisen Leitmotiv und einer langfristig angelegten Strategie setzt die Stiftung auf nachhaltige Entwicklung – mit dem Ziel, das Kulturgut Mühle in Niedersachsen dauerhaft zu sichern, sichtbar zu machen und lebendig zu halten.

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