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Wir.Bewegen.Mühlen

Das Leitbild der DGM

Historische Mühlen zu schützen heißt, einen Baustein unserer kulturellen Identität zu schützen und zu bewahren. Mühlen zu schützen bedeutet, Technikgeschichte, Geschichten und Zeitgeist an authentischen Orten der Erinnerung lebendig zu halten.

Seit ihrer Gründung hat sich die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zu einer bedeutenden Organisation entwickelt, in der Mühlenbesitzer, Müller, Mühlenbauer, Mühlenforscher und vor allem Freundinnen und Freunde der Mühlen und der Müllerei vereint sind. Mit Sachkenntnis und großem Engagement sind die rund 3.300 Mitglieder unserer Gesellschaft unermüdlich bestrebt, ihren Teil zur Pflege und Erhaltung von Wind- und Wasser- mühlen sowie artverwandter historischer Technik beizutragen.

Ihr schönster Lohn für das hingebungsvolle Ringen um den Erhalt einer Mühle sind der Lauf der Mühlsteine und das Plätschern des Wasserrades, was nicht selten dem Genuss einer guten Musik gleichkommt. Aber auch Tausende von Besuchern jeweils zum Deutschen Mühlentag oder zu anderen Anlässen sind für die Mühlenfreundinnen und Mühlenfreunde Anerkennung und Bestätigung oft jahrelanger Mühen.

Die DGM versteht sie sich als:

  • ein moderner Dienstleister, der seine Mitglieder informiert, berät und unterstützt
     
  • eine Gemeinschaftsinitiative, die sich mit Hilfe gezielter Medienarbeit und öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen für die Mühlenerhaltung und -pflege einsetzt
     
  • eine Dachorganisation, die ihre Interessen gegenüber der Politik und Öffentlichkeit vertritt, sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen von Mühlen einsetzt und zur Bildung eines nachhaltigen Bewusst- seins in der Gesellschaft beiträgt

Im Einzelnen sieht die DGM ihre Aufgaben in:

  • der allumfassenden Interessenvertretung für den denkmalgerechten Schutz, die Erhaltung und die Nutzung des Mühlenwesens
     
  • der Erforschung der Geschichte und Volkskunde des Mühlenwesens sowie der Veröffentlichung der Ergebnisse
     
  • der Bewusstseinsbildung für historische Mühlen auf nationaler und internationaler Ebene
     
  • der Bereitstellung umfassender Beratungs- und Unterstützungsangebote für ihre Mitglieder
     
  • der Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mühlenverbänden, Institutionen der Denkmalpflege und Fachkräften im Mühlenbau
     
  • der Beurteilung der Entwicklung nationaler und europäischer Rahmenbedingungen und ihrer Auswirkungen auf den Denkmalschutz und die -pflege von historischen Mühlender Erarbeitung von Empfehlungen und Stellungnahmen für die fachkritische Unterstützung und Einflussnahme auf die Gesetzgebung
     
  • dem Betrieb und der Entwicklung der internationalen Datenbank für historische Mühlen „Milldatabase“

Unsere Grundsätze

Die Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. wird 1987 als Dachorganisation der Landes- und Regionalverbände gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Die Gesellschaft arbeitet nach den „Grundsätzen guter Stiftungs- praxis“ und den „Leitprinzipien nachhaltiger Vereinsführung und Vereinsarbeit“. Der Vorstand, der Beirat und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind der Satzung verpflichtet und setzen diese nach bestem Wissen und Gewissen um.
Bei der Erfüllung Ihrer Aufgaben orientieren sie sich an folgenden Grundsätzen des Gemeinnützigkeits- und des Vereinsrechtes.

Bekenntnis zum Grundgesetz und einem gemeinsamen kulturellen europäischen Erbe

Im Rahmen ihres Auftrages zur Erhaltung und Entwicklung his- torischer Mühlen, der Verbreitung des molinologischen Wissens, der Bewusstseinsbildung für das mühlentechnische deutsche Kulturerbe und der Unterstützung ihrer Mitglieder und aller Müh- lenbesitzer leist die DGM zugleich einen aktiven Beitrag an der Erhaltung, der Ausgestaltung und der Weiterentwicklung des de- mokratischen Gemeinwesens in Deutschland.

Mit ihrem Engagement in der europäischen Kulturstraße „Via Molina“ trägt die DGM den Europa-Gedanken weiter.

Geleitet von dem Selbstverständnis als Träger und Wahrer deutscher Kulturgüter fühlt die DGM sich auch der Heimatkunde und der Heimat- und Brauchtumspflege verbunden.

Finanzierung

Als gemeinnütziger Verein lebt die DGM in erster Linie von dem Beitragsaufkommen ihrer Mitglieder. Diese unterstützen die Ver- bandsarbeit ehrenamtlich. Zudem generiert die DGM Gelder aus privaten und öffentlichen Zuwendungen, wie Geldspenden und öffentliche Fördermittel.

Das in ihre Obhut gegebene Vermögen und die laufenden Ein- nahmen werden treuhänderisch verwaltet und ausschließlich für Vereinszwecke verwendet. Die DGM richtet sich nach den Grundsätzen des umsichtigen und nachhaltigen Wirtschaftens.

Die gemeinnützigen und eigenständigen Landes- und Regional- verbände haben eine eigenverantwortliche Haushaltshoheit.

Unabhängigkeit, Partnerschaftlichkeit und Mitwirkung

Die DGM nimmt ihre Aufgaben unabhängig und überparteilich wahr. Sie pflegt in ihrer Arbeit ein partnerschaftliches Miteinan- der mit privaten und öffentlichen Initiativen für Denkmalschutz und Denkmalpflege, mit den Vorständen und Mitgliedern ihrer Landes- und Regionalverbände, mit Mühlenbesitzern und Mühlennutzern sowie mit Denkmalbehörden.Die Mitarbeiter und Vertreter der DGM pflegen einen freundlichen, kooperativen und respektvollen Umgang untereinander als auch nach außen.

Die Mitgliedschaft in der DGM als Verbandsmitglied in einem der Landes- und Regionalverbände oder als Direktmitglied steht jedem offen. Entscheidende Voraussetzungen hierfür sind Leistungsbereitschaft und Einsatzwille für die Ziele der DGM und die Affinität zu Mühlen.

Die Zielgruppen sind schwerpunktmäßig Mühlenbesitzer und Mühlenbetreiber sowie sich in der Denkmalpflege und -erhaltung engagierende öffentliche und private Einrichtungen.

Die Mitglieder der Gesellschaft können ihre Interessen aktiv in die Verbandsarbeit einbringen.

Hier dienen vor allem die DGM-Jahrestagung und verschiedene Projektgruppen als unmittelbare Möglichkeiten. Mittelbar ist dies auch über die Delegierten der Landesverbände und die Landes- verbandsbeauftragten für die Via Molina möglich.

Nachhaltigkeit

Die DGM handelt auf vielfältige Weise nachhaltig und zukunftsorientiert. Sie versteht ihre Arbeit als generationenübergreifende Aufgabe. Zudem berücksichtigt sie in ihrer Arbeit den Umweltschutzgedanken, was ein Zusammenwirken mit dem Umwelt- und Naturschutz einschließt.

Hierzu zählt insbesondere der Interessenausgleich bestehender Wasserrechte von Wassermühlen im Rahmen der Wasserrechtsrahmenrichtlinie und Windrechte im Rahmen von Bebauungen und umliegender Begrünung.

Sie unterstützt den Prozess zur Anerkennung der historischen Handwerksmüllerei als „Immaterielles Kulturerbe“.

Transparenz

Die DGM übernimmt Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern und Förderern. Sie stellt diesen die wesentlichen inhaltlichen und wirtschaftlichen Informationen über die Gesellschaft in geeigneter Form zur Verfügung.

Das Rechnungswesen bildet die wirtschaftliche Lage der DGM zeitnah, vollständig und sachlich richtig ab. Es wird nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Buchhaltung geführt.

Die DGM lässt sich jährlich die zweckgemäße Verwendung ihrer Mittel durch unabhängige Wirtschaftsprüfer bescheinigen.

Sie achtet auf die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung.

 

Unsere Aufgaben und Ziele

Die historischen Wind- und Wassermühlen prägen seit mehr als zwei Jahrtausenden die Kulturlandschaften. Sie sind die ersten Maschinen, mit deren Hilfe sich die Menschheit von der eigenen Körperkraft unabhängig machte und die Energie von Wind und Wasser für die vielfältigsten Zwecke nutzte.

Sie sind ein wichtiger, wenn auch oftmals übersehener Bestand- teil unserer Alltagskultur. Als unverzichtbares Instrument in der Nahrungsmittelherstellung tragen sie wesentlich zur Erhaltung des historischen Müllerhandwerks bei, finden aber auch in der Kunst und Kultur große Beachtung.

Sie sind bedeutende Landmarken, Wahrzeichen sowie lebendige Orte der Erinnerung, die Identität stiften und das Werteempfinden prägen. Die Mühlenkultur verbindet Menschen weltweit.

Seit über 30 Jahren stellt sich die Deutsche Gesellschaft für Mühlenerhaltung und Mühlenkunde (DGM) e.V. der Herausforderung diese einzigartigen Zeitzeugen zu erhalten und mit Ihnen ein Stück Kultur- und Technikgeschichte zu bewahren. Der Leitsatz „Wir. Bewegen. Mühlen.“ steht synonym dafür.

Ihre zentralen Anliegen sieht die DGM neben der Erhaltung historischer Mühlen und der Förderung des Mühlenbetriebs durch deren Besitzer auch in der Bildung und Stärkung eines öffentlichen Bewusstseins für die Mühle als technisches Kulturdenkmal.

An der Schnittstelle von Denkmalschutz und Tourismus ist die DGM als Gründungsmitglied und Sitz des Vereines „Via Moli- na – The European Mill Route e.V.“ bestrebt, die Mühlenrouten in Deutschland auszubauen und diese mit den Mühlenrouten in Dänemark und den Niederlanden in einer übergeordneten Euro- päischen Kulturstraße der Mühlen, der „Via Molina“ zu vereinen.

Die DGM bildet das zentrale Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um die Erhaltung und Erforschung historischer Mühlen.