Deutscher Mühlentag

Info zum DMT 2021

Deutscher Mühlentag 2021 in Zeiten der anhaltenden Pandemie

Der bundesweite Deutsche Mühlentag findet traditionell in jedem Jahr am Pfingstmontag statt. Aufgrund der Pandemie musste im vergangenen Jahr 2020 zum ersten Mal seit 1994 ein Mühlentag bundesweit abgesagt werden. Inwieweit für 2021 ein bundesweiter Mühlentag stattfinden kann, hängt davon ab, wie sich die Pandemie mit dem Lockdown im Laufe des Frühjahres entwickeln wird bzw. in wieweit die Impfungen gegen Covid-19 bis Pfingsten flächendeckend erfolgt sind.

Ob sich bis Pfingsten eine Entspannung der Pandemie-Situation einstellen wird, ist derzeit völlig ungewiß – und ggf. nicht zu erwarten, wenn die bundesweite Impfaktion sich weiterhin so zögerlich entwickelt wie zu Jahresbeginn 2021. Es ist daher nicht davon auszugehen, daß flächendeckende Impfungen bis Pfingsten erfolgt sein werden.

Aus diesen Gründen plant die DGM für 2021 unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen, den Versuch zu unternehmen, einen ggf. „abgespeckten“ Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag durchzuführen. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung 2021 würde dann im Mühlenkreis Minden-Lübbecke an den drei Mühlen Heimsen, Döhren und Seelenfeld stattfinden, an denen 2020 die Eröffnungsfeier geplant war.

Aufgrund der unsicheren Situation werden für Pfingsten 2021 zunächst noch keine Plakate mit der Ankündigung des Mühlentages am Pfingstmontag, 24. Mai 2021 verteilt und ausgehängt werden. Die öffentliche Bewerbung soll bei einer positiven Entwicklung kurzfristig erfolgen. Alle Mühlenvereine, -eigner und -freunde, die am Pfingstmontag 2021 einen Mühlentag durchführen wollen, werden gebeten, dann auch ggf. in Eigenregie über die lokale Presse bzw. Medien diesen Mühlentag anzukündigen. Das Anmeldeverfahren in den Landes-/Regionalverbänden für die Teilnahmedatenerfassung in der Mühlendatenbank ist dann wie gewohnt durchzuführen.

Die Pandemie wird auch in 2021 nicht verschwinden, davon ist auszugehen. In Anbetracht der Unsicherheit für den relativ kurzen Zeitraum bis Pfingsten hat der geschäftsführende Vorstand der DGM als möglichen Ausweichtermin für den Deutschen Mühlentag den „Tag des offenen Denkmals“ am 12. September 2021 vorgesehen, wobei dieser Termin nicht gesicher ist. Alles hängt von der Entwicklung der Pandemie und dem Erfolg der Impfungen ab.

(Gundolf Scheweling, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes)

Sehen Sie den 1. Virtuellen Deutschen Mühlentag vom 1.6.2020 über Youtube Stream HIER

 

Service für interessierte Besucher:

In der Mühlendatenbank können Sie nach teilnehmenden Mühlen in ihrer Umgebung,
ihrem Bundesland oder auch bundesweit suchen:

Hinweis:

Die teilnehmenden Mühlen werden bis ca. Ende April - Anfang Mai jeden Jahres von den einzelnen Landes-/Regional-Verbänden aktualisiert. Erst danach sind die Angaben als relativ verlässlich anzusehen!

Hinweise zur Mühlensuche in der Datenbank finden Sie hier.

 

Information für teilnehmende Mühlen:

Die DGM übernimmt für alle teilnehmenden Mühlen die Haftpflichtversicherung für diesen Tag, so dass auch Mühlen in privater Hand ihre Pforten für interessierte Besucher öffnen können.
Diese Haftpflichtversicherung für eine teilnehmende Mühle besteht,
wenn die jeweilige Mühle in dem von der DGM erstellten Verzeichnis in der Datenbank 'milldatabase Mühlentag' nach Anmeldung eingetragen worden ist
und der Betreiber bzw. aus der Betreibergruppe der Mühle eine oder mehrere Einzelperson(en) Mitglied(er) der DGM oder einem der Landesverbände ist oder sind.

 

 

Die DGM hat einen Rahmenvertrag mit der GEMA abgeschlossen

Bei vielen Mühlen werden musikalische Darbietungen angeboten
und sind damit GEMA-pflichtig.

Die DGM hat mit der GEMA einen Rahmenvertrag abgeschlossen,
bei dem die Mitgliedsmühlen, bei ordnungsgemäßer Anmeldung
öffentlicher Musikdarbietungen, einen Nachlass von 20% erhalten.

Folgende Voraussetzungen dazu:

- mindestens 50 Mühlen als Veranstalter haben sich durch die DGM registrieren lassen
- die DGM verwaltet und meldet die Registrierungs-Liste der GEMA
- die Anmeldung und Rechnungsabwicklung erfolgt direkt zwischen Veranstalter und GEMA
- registrieren können sich Mitglieder der Landes-/Regional-Verbände und DGM-Direktmitglieder
- der Rahmenvertrag gilt für alle Veranstaltungen im Jahr (DMT, Mühlenfeste, Tag des offenen Denkmal, etc.)

Interressierte Mühlen füllen bitte diesen -> ANTRAG aus und schicken ihn an die DGM-Geschäftsstelle.

 

 

Windmühlen

Wie großartig ist es, wenn der launische Wind durch tonnenschweren Flügel, die aus uralten Bäumen gehauen sind, zischt und pfeift, dabei den Mühlenkopf rüttelt und schüttelt und das Gebälk des Fachwerks ächzend knarren lässt? Zu erleben ist dies an und in Windmühlen. Es gibt verschiedene Windmühlen-Typen: Am bekanntesten sind die Erdholländer-, die Turmholländer, die Patrock- und die Galerieholländer. Die Windmühle ist in Europa sowohl im Norden als auch an der Meeresküste im Mittelmeerraum verbreitet.

Wassermühlen

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp.“ Das Lied ist eines von vielen Liedern über Mühlen. Die Römer brachten die Technik der Wassermühlen mit nach Deutschland. Mit der Kraft des Wassers werden unter- bzw. oberschlächtige Wasserräder angetrieben. Sie wurden nicht allein dazu genutzt, um Korn zu mahlen, sondern auch andere Maschinen wie Schrotmühlen, Aufzüge und Sägen anzutreiben. Später ersetzten leistungsstärkere Turbinen die hölzernen oder eisernen Wasserräder.

Motormühlen

Die Erfindung der Dampfmaschine im Jahre 1765 markiert den Beginn des technischen Industriezeitalters. Die Einführung der motorischen Antriebskraft (Verbrennungs- und Elektromotoren) erschloss nunmehr auch für die Mühlen Energiequellen, die unabhängig von Wind und Wasser ein konstantes Energieangebot für die Antriebswerke lieferte und damit zu einer umwälzenden Phase ihrer Technikgeschichte führte. Die Geburtsstunde der Motormühlen hatte geschlagen, deren weitere Entwicklung zu den heutigen Großmühlen führte.

Einmalige Technische Denkmale der Nachwelt erhalten

Der bundesweite „Deutsche Mühlentag‘, der 1994 erstmalig stattfand, soll der interessierten Öffentlichkeit „die Bedeutung, Geschichte und Funktionen der ,ältesten Kraftmaschine der Menschheit‘ näher bringen. Und die Aufmerksamkeit auf diese technischen Denkmäler richten, deren Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht“, sagt DGM-Präsident Erhard Jahn und ergänzt: „Mühlen sind die Vorläufer unserer gesamten technischen Entwicklung und gelten als die ältesten Maschinen der Menschheit.“

Rund 160 Anwendungsbereiche konnten bis heute für sie nachgewiesen werden. Neben der Verarbeitung von Getreide dienten Mühlen beispielsweise dem Sägen von Holz und Steinen oder dem Schöpfen bzw. Pumpen von Wasser. Kurzum: Nahezu jede Maschine zur Ver- oder Bearbeitung von (Roh-)Stoffen nutzte ursprünglich als Energiequelle die Naturkräfte Wind und Wasser. Jahn: "Mühlen sind einmalige Technische Denkmale, deren Erhaltung eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist."

Denn in der Neuzeit ist der Betrieb von Wind- und Wassermühlen nicht mehr nötig, da das Mehl industriell produziert wird. Gerade deswegen macht der Deutsche Mühlentag auf das kulturelle Erbe aufmerksam, das immer noch in Deutschland und anderen Ländern, wie beispielsweise Holland und der Schweiz, zu sehen ist.

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